Handtacker 2017-08-11T14:46:22+00:00

Handtacker

Handtacker sind eine mobile und platzsparende Lösung, um eine Vielzahl von Arbeiten im Hobbybereich durchzuführen. Egal ob in den eigenen vier Wänden oder als mögliches Arbeitsgerät, Handtacker eignen sich um verschiedene Oberflächen und Stoffe zu befestigen.

Neben der klassischen Nutzung im Büro werden sie für Untergründe wie Holz konzipiert, damit das Gerät mit genügend Kraft die Klammern in das Material schießen kann. Dafür wird im Handtacker, der ebenfalls Nagler genannt wird, eine Feder gespannt, nachdem die Klammern eingesetzt wurden.Nach dem Auslösen des Mechanismus werden die einzelnen Klammern mit einem Schlagstift in den Untergrund getrieben und sitzen dadurch fest. Der Schlagstift sorgt für die typische U-Form der Klammern, die beim Vorgang gebogen werden. Nur so wird der feste Halt garantiert.

Weiterhin sind Handtacker häufig mit einer einstellbaren Schlagkraftregulierung und Sicherheitsmechanismen ausgestattet, die vor Unfällen mit dem Tacker schützen, zum Beispiel bei unsachgemäßen Gebrauch. Dank des einfachen Konzepts können selbst große Projekte innerhalb kurzer Zeit erledigt werden und das Gerät stellt eine effektive Alternative zu herkömmlichen Mitteln wie Nägeln und Klebstoffen dar.

Geringe Schusskraft

Die Schuss-oder Schlagkraft beim Handtacker wird über die Justierschraube, meist oben am Werkzeug vorhanden, eingestellt. Für eine niedrige Schusskraft wird die Schraube lose gedreht, damit der Schlagstift weniger Kraft beim Tackern aufwendet. So können empfindliche und dünne Materialien sicher geheftet werden, ohne durch eine zu hohe Schlagkraft zu beschädigen.

Tackerschusskraft einstellen

Handtacker Schusstärke einstellen

Hohe Schusskraft

Wenn eine hohe Schlagkraft benötigt wird, muss die Justierschraube in das Werkzeug gedreht werden, das heißt sie darf nicht gelockert werden. Nur so kann die Funktion genügend Power nutzen, um die Klammern tief in das Material zu treiben. Bei einer hohen Schusskraft ist mehr körperliche Kraft notwendig, was bei der Nutzung beachtet werden sollte.

Was zeichnet gute Handtacker aus?

  • Handtacker sind meist auf eine Klammergröße ausgelegt. Wenn vorhanden sollte daher auf einen Tacker gesetzt werden, der mehrere Klammerbreiten unterstützt.

  • Als effektive Funktion bietet sich die mögliche Justierung der Schusskraft an. Dadurch kann der Tacker mit unterschiedlich festen Materialien arbeiten.

  • Der Handtacker sollte für verschiedene Untergründe und Materialien eingesetzt werden können. Dazu gehören neben Holz auch Stoffe, Isoliermaterialien oder Draht.

  • Wichtig ist die Verarbeitung des Werkzeugs. Ein Handtacker aus robustem Metall kann über einen langen Zeitraum. Das ist einer der Punkte, auf die bei einem Handtacker Test wert gelegt wird.

  • Neben der Verwendung von klassischen Klammern ist es vorteilhaft, wenn der Handtacker ebenfalls Drahtstifte und Nägel tackern kann.

  • Handtacker sollten einen leichten Magazinwechsel erlauben und mit einer Polsterung am Griff ausgestattet sein. So lässt sich entspannt über Stunden arbeiten.

Vier Einsatzgebiete

Bilderrahmen bespannen

Das Bespannen eines Bilderrahmens mit dem Handtacker ist eine einfache und schnelle Angelegenheit. Egal ob eine leere Leinwand benötigt wird oder ein schon vorhandenes Bild aufgehangen werden soll, der Tacker schafft problemlos Abhilfe.

Zuerst wird die Leinwand ausgerollt und der Keilrahmen auf dem Stoff platziert. Nun wird die Leinwand um den Rahmen geschlagen und auf jeder Seite in der Mitte mit einer Klammer fixiert. Dadurch wird das genaue Tackern der restlichen Leinwand vereinfacht. Die Klammern halten anschließend die Leinwand oder das Bild am Platz. Es empfiehlt sich, danach mit einem Cutter den überschüssigen Stoff zu entfernen, damit der Bilderrahmen genutzt werden kann.

Folie/ Dampfsperre

Beim Anbringen einer Dampfsperrenfolie ist auf einige Dinge besonders zu achten, da sonst mögliche Schäden aufgrund der überschüssigen Feuchtigkeit im Raum entstehen können.

Wird der Tacker für das Anbringen der Dampfsperre genutzt, muss vorerst ein Dichtband auf die Sparren geklebt werden. Das Tackerband ist wichtig, damit nach dem Tackern wirklich keine Feuchtigkeit mehr durch die Folie dringen kann. Nun wird die Folie so auf das Dichtband gelegt, dass die Bahnen sich mit etwa zehn Zentimetern überlappen und schließlich werden sie mit dem Handtacker fixiert. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Dampfsperre nicht unter Spannung steht, sondern locker ist.

Handtacker im Einsatz

Draht bzw. Hasendraht festtackern

Handtacker eignen sich hervorragend zum Tackern von Draht, zum Beispiel für Kleintiergehege oder Absperrungen aus Kaninchendraht. Benötigt wird hierfür neben dem Draht ein Tacker, der ausreichend breite Klammern heften kann.
Das ist notwendig, da die Klammern mögliche äußere Erschütterungen aushalten müssen und kleinere Klammern sitzen schwächer über dem Draht. Der Volieren- oder Kaninchendraht wird an das Holz oder den Rahmen gelegt und anschließend mit dem Handtacker festgetackert. Dabei sollte auf ein großzügiges Tackern gesetzt werden, denn je nach Drahtmenge finden sich viele einzelne Glieder, die fixiert werden müssen. Bei der Arbeit sollte auf ein mögliches Verrutschen des Tackers geachtet werden.

Pappe oder Papier antackern

Pappe und Papier können ebenfalls mit dem Handtacker fixiert werden. Bei Pappe bietet sich das zum Beispiel für Verpackungen an, damit sie sicher verschlossen sind.
Je nach Dicke des Kartons oder Papiers müssen entsprechende Klammern verwendet werden, also für sehr dünne Pappe sollten keine langen Heftklammern zum Einsatz kommen. Dafür funktionieren bei schweren Paketen starke und lange Klammern, die selbst beim Transport nicht nachgeben. Für Papier eignet sich ein Handtacker ohne Probleme. Für Papier werden keine starken Klammern benötigt, nur sollte beim Tackern darauf geachtet werden, das Material nicht zu zerreisen. Ein Vorteil von Klammern beim Transport gegenüber Klebeband ist die Unempfindlichkeit gegenüber Feuchtigkeit und Klima.

Handtacker im Einsatz

Die unterschiedlichen Tackerklammern

Feindrahtklammern

Was sind? Feindrahtklammern sind sehr dünne Klammern, die weniger Kraft als andere Klammern aushalten müssen. Sie werden in einer rechteckigen U-Form produziert und sind problemlos biegbar.
Wofür? Feindrahtklammern werden für feine Handwerksarbeiten benötigt. Mit ihnen können Stoffe, Papier und dünne Folien befestigt werden. Aus diesem Grund sind sie auch nicht scharfkantig.
Welche Größen gibt es? Feindrahtklammern werden als Typ 53 angeboten und werden in den Längen 4, 6, 8, 10, 12, 14 und 18 Millimeter angeboten. Die Breite beträgt 11,4 Millimeter und die Drahtdicke 0,74 Millimeter.

Rundklammern

Was sind? Rundklammern sind wie der Name schon sagt runde Klammern, die wie ein U geformt sind und im Gegensatz zur Feindrahtklammer einen anderen Aufgabenbereich unterstützen.
Wofür? Rundklammern werden für runden Gegenstände genutzt, wie etwa Kabel, runde Hölzer, Draht und Maschendraht. Sie passen sich der gegebenen Form des Rundmaterials unauffällig an.
Welche Größen gibt es? Rundklammern werden in den Längen 10, 12 und 14 Millimeter und einer Breite von 6 und 7,7 Millimetern angeboten. Die Dicke der Klammern ist 1 Millimeter.

Tackernägel

Was sind? Tackernägel sind Nägel, die mit dem Handtacker verschossen werden können. Sie sind wie ein klassischer Nagel geformt und ermöglichen es, die gleichen Arbeiten zu erledigen.
Wofür? Tackernägel sind vielseitig einsetzbar für Montagearbeiten im Haus oder Beruf, Verpackungen und dem Möbelbau. Ebenfalls können Bilder und Dekoartikel problemlos mit den Tackernägeln aufgehangen werden.
Welche Größen gibt es? Nägel für Tacker werden in einer Vielzahl von Längen von 14 bis 50 Millimeter angeboten. Die Kopfbreite beträgt entweder 1,8 oder 2,8 Millimeter.

Tackerklammern wechseln

Mit dieser  leicht verständlichen Schritt-für-Schritt-Anleitung wird das Nachladen der Handtacker zum Kinderspiel

1 Bevor der Tacker nachgefüllt werden kann, muss er erst gesichert werden. Jeder Handtacker sollte über eine Sicherung verfügen, mit der der Mechanismus zum Tackern nicht ausgelöst werden kann. Viele Modelle verfügen über eine Hebel-Arretierung für den Transport und die Sicherung des Tackers.

2 Über den Auslöser, der am Ende des Tackers zu finden ist, findet sich der Zugang zum Magazin. Je nach Tacker unterscheidet sich der Öffnungsmechanismus, doch meist genügt ein Drücken oder Ziehen. Nun springt die Feder heraus und gibt den Platz für das Magazin frei.

3 Bevor die Klammern oder Tackernägel in den Handtacker gelegt werden können, muss sich über die passende Klammergröße informiert werden. Zu große oder zu kleine Klammern können den Tacker nämlich verstopfen. Auf dem Tacker selbst oder in der Betriebsanleitung sind die geeigneten Klammergrößen zu finden.

4 Beim Einlegen der Klammern müssen diese mit der offenen Seite nach unten gedreht und anschließend in den Tacker gelegt werden. Nachdem die Heftklammern in den Handtacker gelegt wurden, sollte gecheckt werden, ob sie gerade im Werkzeug liegen.

5 Nun kann der Tacker wieder durch den Gleiter geschlossen werden. Dazu wird er einfach in den Handtacker gedrückt, bis er einrastet und sich nicht mehr von alleine löst. Danach ist der Tacker wieder bereit zum Heften und sicher geladen.

6 Nachdem der Handtacker schließlich gefüllt wurde, sollte die Sicherung gelöst und zur Probe einige Klammern getackert werden. Dadurch wird sichergestellt, dass der Handtacker nach dem Laden einwandfrei funktioniert und sofort wieder für die Arbeit verwendet werden kann, ohne das neu geladen werden muss.

Der Handtacker im Einsatz

So wird es gemacht!

Schritt 1

Vorbereitung ist beim Tackern mit dem Handtacker sehr wichtig, auch wenn der Vorgang recht unkompliziert ist. Bevor der Tacker verwendet werden kann, sollten das richtige Modell, die passenden Klammern und eine Schutzbrille bereit liegen. Da Handtacker vor allem für den Hobby- und Heimgebrauch geeignet sind, empfiehlt es sich, nicht zu harte oder feste Untergründe zu wählen, da die Klammern sonst abprallen und eine Verletzungsgefahr darstellen könnten. Ebenfalls sollten alle Materialien und der Arbeitsplatz so vorbereitet werden, dass ein zügiges Arbeiten garantiert wird. Ein weiterer Punkt der Vorbereitung ist der Vorrat an Klammern, denn nichts ist ärgerlicher beim Arbeiten als eine ungenügende Anzahl an Klammern. Ebenfalls empfehlenswert ist es, neben dem Handtacker einen Klammernheber oder ein ähnliches Werkzeug zum Lösen der bereits getackerten Klammern parat zu haben.

Schritt 2

Handtacker sind am einfachsten zu nutzen, wenn die Materialien flach auf dem Untergrund liegen oder so fixiert sind, dass der Tacker problemlos mit der Hand bedient werden kann. Ein Hilfsmittel beim Tackern stellt der sogenannte Tackerfuß dar, der über eine Markierung das Platzieren der Klammer einfacher gestaltet. Sitzt eine Klammer falsch im Untergrund, kann diese mit dem oben genannten Tool entfernt werden. Jedoch ist hierbei darauf zu achten, nicht das Material zu beschädigen, was vor allem bei Stoffen und Papier äußerst leicht passieren kann. Der Handtacker sollte niemals schief oder mit nicht genügend Druck aufgesetzt werden, da sonst eine Abrutsch-Gefahr besteht.

Schritt 3

Bei der Nutzung des Tackers muss mit einem Rückstoß während des Tackern gerechnet werden. Dieser wird durch die Feder innerhalb des Werkzeugs ausgelöst und Menschen mit wenig körperlicher Kraft sollten deshalb vorsichtiger bei der Nutzung sein. Der Handtacker wird gerade und ausgerichtet am Tackerfuß auf das Material gesetzt und mit einer oder beiden Händen falls notwendig fixiert. Nun wird der Hebel betätigt, was bei manuellen Handtackern ebenfalls genügend Muskelkraft erfordert. Werden Textilien oder Folien mit dem Tacker angebracht, sollten diese gesäumt werden. Das heißt, sie werden mit etwa einer Dicke von einem Zentimeter umgeschlagen und anschließend festgetackert. Das Säumen verhindert ein mögliches Einreißen durch die Klammer, die sonst zuviel Druck auf den Stoff ausübt.

Schritt 4

Handtacker eignen sich sehr gut für Dekorationen, Polsterarbeiten und zum Basteln, da die verwendeten Klammern und Nägel sehr dünn und fast unsichtbar sind. Es ist kein Problem, wenn nach dem Setzen der Klammer eine Pause eingelegt wird, vor allem wenn der Auslösemechanismus zu viel Kraft verlangt. Solange der Handtacker gerade sitzt, ist das Tackern einfach und geht schnell von der Hand. Ist die Arbeit mit dem Tacker beendet, sollte dieser wieder gesichert werden, um nicht aus Versehen eine Klammer zu verschießen. Je nach Wunsch kann auch das Magazin neu aufgefüllt werden, um beim nächsten Vorhaben sofort einsatzbereit zu sein. Wenn der Handtacker über ein Stromkabel verfügt, dieses unbedingt vom Strom trennen.

Mögliche Alternativen